„Das Konzentrationslager Buchenwald im III. Reich – eine fächerübergreifende Projektarbeit 
der 12. Klassen“ -
Oktober 2010                                                                                      
                                                                                                                   

Die Schüler der 12. Klasse werden im Geschichtsunterricht des Kurshalbjahres 12/3 mit der Zeit des Nationalsozialismus konfrontiert. 
Eines der abscheulichsten Merkmale derselben waren die Konzentrationslager, wobei diese im Unterricht aus Zeitgründen leider nie 
die intensive Erarbeitung erfahren können, wie sie es eigentlich ihrer Bedeutung nach müssten.
Aus diesem Grunde wollten wir im Rahmen der Projektwoche an der Kooperativen Gesamtschule “Wilhelm von Humboldt“ die Möglichkeit 
ergreifen, dieses zentrale Moment des Nationalsozialismus zu beleuchten. Aus regionalhistorischen Erwägungen heraus wie auch aus 
Gründen der Bedeutsamkeit und der Motivation wurde dabei beispielhaft das Konzentrationslager Buchenwald thematisiert. 
Maßgebliches Ziel des klassenübergreifenden Projektes war es dabei, wichtige Aspekte des Themas „Buchenwald“ auch aus unterschied-
lichen fachlichen Blickwinkeln (Geschichte, Ethik, Geographie) zu erarbeiten. Insonderheit sollten das allgemeine Fachwissen angehender 
Abiturienten und die konkreten Sachlagen im ehemaligen Konzentrationslager Buchenwald in anschauliche und wissenschaftlich-fundierte 
Synthesen überführt werden.

Aus diesem Grunde sahen wir zum Projektstart zunächst einen Dokumentationsfilm zum KZ Buchenwald. Eindrücklich wurde von Zeitzeu-
gen über die Situation im KZ berichtet; gleichzeitig wurde ein Überblick zum geschichtlichen Kontext des KZ Buchenwald geliefert, der 
auch mittels historischen Film- und Bildmaterials belegt wurde.
Nach dieser emotionalen Einführung bildeten wir informelle Gruppen, um gemeinsam bestimmte, uns interessierende Teilaspekte des 
Themas zu erarbeiten. Dabei konnten Gruppen aus Themenvorschlägen der Geschichte, Geographie als auch der Ethik auswählen oder 
eigene Aufgaben/Fragestellungen erstellen. Nur einige Fragestellungen seien hier beispielhaft aufgeführt:

- Welche Merkmale weist das KZ Buchenwald als Prototyp aller anderen Konzentrationslager auf?
- Wer waren die Insassen? Gab es Prominente unter ihnen?
- Wie gestalteten sich der Lageralltag bzw. die Lebensbedingungen im KZ?
- Wer waren die Verbrecher? Welche Verbrechen wurden begangen? 
- Welche Rolle spielten die Ärzte im KZ? 
- Warum wurde der Ettersberg als Standort ausgewählt?
- Wusste die Bevölkerung der umliegenden Siedlungen tatsächlich nichts vom KZ?
- Wie verlief die Befreiung der KZ-Insassen?
Unter Maßgabe der Frage-/Aufgabenstellung haben wir deshalb zunächst in dem zur Verfügung gestelltem Material (Fachliteratur, 
Kartenmaterial) 
intensiv recherchiert, um darauf aufbauend einerseits ein Präsentationskonzept zu erstellen und andererseits Details zu klären, die uns 
fehlten und nur in der Gedenkstätte eruiert werden konnten.

                            

Am nächsten Tag kamen wir vormittags in der gespenstig in Nebel gehüllten KZ-Gedenkstätte an, um uns in erbärmlicher Kälte auf 
einem Rundgang über die Geschichte, den Aufbau und den verbrecherischen Alltag des KZ Buchenwald von zwei gut informierten 
Referenten darlegen zu lassen. Danach galt es, mit Foto und Videokamera das Gelände zu dokumentieren und in der Dauerausstellung 
unseren Detailfragen nachzugehen. Und so, wie der Nebel sich lichtete, so klärten sich auch unsere Fragen, so dass wir nachmittags 
die Rückreise antreten konnten, um (nach dem obligatorischen Besuch bei einem Fast-Food-Riesen) am frühen Abend in Halle anzu-
kommen. 

Die nachfolgenden Tage waren geprägt durch die Erstellung der Präsentationen. Dabei blieb es nicht aus, weitere Details aus dem 
Internet und aus den in der Gedenkstätte käuflich erworbenen Büchern in die Präsentationen mit einzubinden. Auch konnten sich die 
Lehrer mitunter ihrer (konstruktiven) Kritik nicht enthalten … 

                      

Abschließend können wir aber konstatieren, dass die Ergebnisse durchaus eine zufriedenstellende Qualität besitzen, zumal sie die unter
schiedlichen Teilaspekte des Themas auch verschiedenartig medial veranschaulichen.
Diese Ergebnisse werden wir dann am Tag der offenen Tür (13.11. 2010) in einem gesonderten Raum ausstellen; einzelne von uns – 
eben die Experten – werden jene auch vorstellen bzw. im gegebenen Fall auch detailliert erläutern und kommentieren. 

Das Projekt wurde mit Unterstützung der Zentrale für politische Bildung des Landes Sachsen-Anhalt realisiert.
........