Buchlesung mit Christoph Kuhn

Buchlesung mit Christoph Kuhn am 27.01.2010 im Geschichtsunterricht der 10 R3.

Herr Kuhn las aus seinem Roman "Die hinteren Gründe" und aus einer Kurzgeschichte "Tatjanas Zimmer". 
Anschließend fand eine lebhafte Diskussion mit den Schülern der 10 R3 statt.

Die Buchlesung fand unter dem Motto: "Literatur in der Schule" statt.

Der hallesche Schriftsteller Christoph Kuhn bietet mit seinem Roman über eine Jugend in der DDR Geschichtsunterricht 
besonderer Art.

Die Buchleseung wurde unterstützt durch den Friedrich Bödecke Kreis.

[A.Ba]

www.fbk-pelikan.de
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Wer erinnert sich nicht an jene wunderbaren Orte der Kindheit, die einem später wie eine Idylle vorkommen. Für den 
elfjährigen Tilman sind es ?die hinteren Gründe? im Garten der Großeltern in Dresden. (?)
Eine gekonnt, bisweilen heiter erzählte Geschichte über die Anfänge eines bewussten Lebens gegen das sozialistische 
Menschenbild. Der Ausgang ist offen, künftige Konflikte scheinen unausweichlich.

Udo Scheer / Mitteldeutsche Zeitung

Der Autor lässt nicht nur Tilmans kindliche Welt, sondern auch die der Eltern und Großeltern in ihrem eignen Sprachduktus 
entstehen. Dabei wirkt er nie belehrend oder nostalgisch. Stattdessen werden auf einfache Weise durch sehr präzise Art 
Bilder geweckt, Nuancen beschrieben. Wort- und Sprachwitz nehmen dem Roman jegliche Schwere, und die Überlegungen 
eines Elfjährigen können in Ihrer Logik schon verblüffend sein. (?)
Das Reizvollste am Stil von Christoph Kuhn ist seine klare, schlichte Sprache, gemischt mit einer ganz exakten Beobach-
tungsgabe. So erlebt der Leser Situationen wieder, die er schon vergessen hat, die ihm aber, wenn er daran erinnert wird, 
sofort wieder völlig vertraut sind. Es ist wie ein bestimmter Geruch, den man lange nicht wahrgenommen hat und der einen 
dann plötzlich in eine andere Zeit zurückversetzt.

Birgit Koß / Deutschlandradio Kultur