Auszüge aus der Schülerzeitung







































DAS GEDÄCHTNIS DES INTERNET

Berufskiller Internet

Teil 1: Was kann der Personalverantwortliche über mich wissen?
Wie kann ich anonym im Internet surfen?

Für einige von euch findet derzeit die große Bewerbungsphase statt oder sie wird bald losgehen.
Vor einigen Jahren machten sich die Personalchefs von Firmen über Bewerbungsunterlagen und –gespräche mit den Bewerbern vertraut.
Aber das reicht ihnen nicht mehr aus!
Immer mehr Personalmanager benutzen den größten Datenspeicher – das Internet – um ein klares Bild von einem potentiellen Azubi zu 
erhalten.

Sie tippen bei Google oder Yahoo den Namen des Bewerbers ein und suchen zum Beispiel nach dessen persönlichen nicknames. Diese sind 
manchmal sogar identisch mit den Benutzernamen von E-Mail Adressen. Über sie kann man ermitteln, was zuletzt bei ebay gekauft oder 
verkauft wurde, außerdem können in Foren Beiträge gelesen werden. Steht dort eine anzügliche Bemerkung, scheidet der Kandidat aus, 
bevor er überhaupt jemals den Betrieb betreten hat.
Weitere Informationen erhält der Personalsachbearbeiter über Myspace und Studivz.
Einige Menschen neigen dazu Fotos und Videos von den letzten Partys auf ihre Seite zu stellen. Bist du auf einem Foto mit Alkoholflaschen 
zu sehen, kannst du davon ausgehen, als Alkoholiker „entlarvt“ worden zu sein. Und nun mal ganz ehrlich, würdest du dich einstellen? ( ^^ )

Ihr könnt auch für Dinge „bestraft“ werden, die ihr gar nicht beeinflussen könnt. Über Google Earth lässt sich kinderleicht eure Wohngegend 
anschauen und über eure nicknames und Userprofile erfährt der Firmenchef mehr über eure Interessen, eure Freunde und euer soziales 
Umfeld.  So lässt sich auch schnell herausfinden, ob ihr Egoshooter spielt.
Die absolute „Horror – Suchmaschine“ für den Bewerber ist „polarose.com“. Sie spürt Menschen im gesamten Netz auf. Mit Hilfe eines spe-
ziellen Gesichtserkennungsprogramm kann man auf jedes Foto, das von einer Person im Netz kursiert, zurückgreifen.

Wie kann man sich nun vor alle dem schützen?

Als erstes solltet ihr eine Recherche starten und schauen, was im Internet über euch zu finden ist. Früher war dafür polarose.com frei 
zugängig. Zurzeit funktioniert sie aber nicht. Deshalb solltet ihr am besten eure Namen bei eher unbekannten Suchmaschinen, wie 
„www.altavista.de“ eingeben. Google ist nicht zu empfehlen, denn das speichert eure Namen ab. Nun könnt ihr unangenehme Daten 
löschen.

Viele Surfer benutzen außerdem Anonymitätssoftware, wie TOR. TOR ist ein kostenloses Programm, das man ganz einfach im Internet 
herunterladen kann.
Es verschlüsselt alle Informationen einer Anwendung und leitet sie durch eine Art anonymes Labyrinth von Servern und Zwischenstationen. 
Wenn die Info, zum Beispiel eine E-Mail, am Ende unverschlüsselt aus dem System herauskommt, kann niemand nachvollziehen, welcher 
Server der Absender war. Gut für euch, schlecht für die Personalverantwortlichen. Weitere Informationen findet ihr auf der Website 
„www.torproject.org“.

Dennoch die wichtigste Regel bleibt:
Gib niemals zu viele persönliche Informationen im Internet preis!

Sophie