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                                                     Steine des Anstoßes –Stolpersteine in Halle 

Sie sind Euch sicher schon aufgefallen, goldene Pflastersteine mitten in unserer Heimatstadt. 
Schön sehen sie aus, jedoch erinnern sie an eines der schlimmsten Kapitel der deutschen Geschichte, an den Nationalsozialismus 
und seine Opfer. 

Viele jüdische Familien lebten früher in der Stadt Halle. Davon zeugen zum Beispiel Gedenktafeln und der jüdische Friedhof.
Ein Beispiel für jüdische Einwohner in der Altstadt ist die Familie Burghardt, deren Haus sich in der Halberstädter Straße 13 befand. 
Wie ist es ihr ergangen? Was erfahren wir aus Chroniken, Gedenkbüchern, aus dem Internet? 

Die Schüler der zehnten Klassen unseres Gymnasiums haben sich diese Fragen gestellt, sie haben gemeinsam mit ihren Klassenlehrern 
recherchiert und nachgefragt.

Die Faschisten haben die gesamte Familie Burghardt in das Konzentrationslager Buchenwald verschleppt. Kein einziges Mitglied dieser 
Familie hat überlebt. Das Haus der Familie gibt es heute nicht mehr. Aber einen Stolperstein, der für immer an die Judenverfolgung erinnert.

Vor 65 Jahren wurde das Konzentrationslager Buchenwald befreit. 
Am 22.Juni fahren die beiden Klassen in die Gedenkstätte des ehemaligen Konzentrationslagers. Sie werden dort unter anderem an einer 
Führung unter Leitung des Fördervereins der Gedenkstätte teilnehmen. 

Das Projekt Stolpersteine- Steine des Anstoßes wird realisiert mit Unterstützung der Landeszentrale für politische Bildung Sachsen-Anhalt. 

                                                         

Vor ehemaligen Wohnhäusern von Juden, Sinti und Roma werden Pflastersteine in den Bürgersteig eingesetzt. Die Steine sind aus Beton 
gegossen und tragen an der Oberseite eine 10 mal 10 Zentimeter große Messingtafel, in die mit Hammer und Schlagbuchstaben 
HIER WOHNTE und darunter Namen, Geburtsdaten und das weitere Schicksal jedes einzelnen Menschen einstanzt.