Sekundarschulball 2014: Übergabe der Realschul- und Hauptschulzeugnisse, 05.07.2014                                                              

Alles hat seine Zeit: Zeit zum Lachen, zum Weinen -
Zum willkommen heißen, zum Abschied nehmen –
Zeit der Anspannung und Entspannung -
Zeit der Prüfung und Zeit des Erfolgs.


Man kann sie nicht beschreiben, man muss sie erlebt haben.
So etwa würde ich die Gemütsbewegungen des 10. Schuljahrgangs in aller Kürze beschreiben. Junge attraktive Damen und gut gekleidete 
junge Männer betraten den Saal des Hotels „Maritim“, achtungsvoll erhoben sich die Eltern und Lehrer von ihren Plätzen, um zu zeigen, 
dass sie den Erfolg des Jahrgangs würdigen. Konzentriert und stolz stellen sie sich in das Rampenlicht, nehmen ihre Plätze ein und geben 
die erste Bühne des Abends ihren Nachfolgern frei. Fast könnte man denken, dass sie sich noch einmal auf den Prüfstand gestellt fühlen, 
wenn man in ihre Gesichter schaut.

Frau Ackermann verabschiedet mit ihrer Festrede einen Jahrgang, der vielfältiger nicht sein kann, wie sie sagt. Und sie macht es an den 
Mottos des letzten Schultages für die einzelnen Klassen fest, die allesamt sich wie Auswanderer betrachten, wenn man an das zentrale 
Motto denkt. Nach 10 Jahren Schulzeit wandern sie aus, ziehen in die große weite Welt, die für manche zunächst noch nicht über die Gren-
zen unserer Stadt oder unseres Bundeslandes hinaus gehen. Aber sie beginnen etwas vollständig Neues – verdienen ihr erstes eigenes Geld 
oder gehen die nächste Stufe ihres Abschlusses an und zielen auf das Abitur ab. 

Bunt gemischt sind sie mit ihren Stärken und Talenten, aber auch im Umgang mit vermeintlichen Schwächen. Auf die Stärken bezogen haben 
wir die Musiker, zahlreich im Jahrgang vertreten: Sarah Hüttig, Sophie Stiener, Maximilian Krüger, Sebastian Penkert und Felix Hohm, die 
ihren Ausstand passend zum Fest mit „ Tequilla“ gaben. Die Sportsleute, hier u.a. Sarah und Nadine Schebesta sowie Rico und Leon Frank. 
Und die Geschäftsleute Sarah Holzhausen und Zohra Klett, die erfolgreich in der Schülerfirma „Ginkgo“ tätig waren. 
Die Jahrgangsbesten: Sarah Schebesta, Leon Frank, Dominik Pelz und 15 weitere Schülerinnen und Schüler mit dem Erweiterten Realschul-
abschluss, diese Zahl bei drei Klassen ist nicht zu toppen - Somit verlassen im Sekundarschulbildungsgang 94,6% der Schülerinnen und 
Schüler aus den 9. und 10. die KGS „Wilhelm von Humboldt“ mit einem Realschul – oder Hauptschulabschluss, nur 3 % konnten keinen Ab-
schluss erreichen. Diese Zahlen sprechen für sich und sind ein Beweis dafür, dass Schülerinnen und Schüler, Lehrerinnen und Lehrer gemein-
sam an einem Strang zogen. Dafür bedankte sich die Schulleiterin bei allen Kolleginnen und Kollegen. Nicht nur in ihrer Rede kommt diese 
Gemeinsamkeit zum Ausdruck, sondern auch in den zukunftsweisenden Worten, die Frau Renelt und Frau Wiegand zu den Schülern der drei 
Klassen sprachen. Es wird und wurde von Eltern und Schülern gleichermaßen begrüßt, wenn die der Klasse am nächsten stehenden 
Lehrerinnen und Lehrer noch ein paar persönliche Worte an die Jugendlichen richten. Dass die Schüler diese Worte sehr gern in sich auf-
nehmen, zeigt der anerkennende Beifall für die Klassenleiterinnen der Klassen 10 R1 und 10 R2. Hierfür noch einmal herzlichen Dank im Namen 
von Schülern und Eltern.

Die Zeugnisse wurden übergeben, die Chronik, die auf das 20 +20 jährige Geschehen an der Schule (in dem Schulgebäude unter verschie-
denen „Vorzeichen“) zurück blickt - und zur Würdigung besonderer Leistungen wurde an einige auch ein Büchergutschein überreicht.

Soziale Kompetenz und das Engagement für die Gemeinschaft wird alljährlich mit dem Humboldtpreis gewürdigt. In diesem Jahr erhält ihn 
Matthias Friedrich (Klasse 10 R3), hart gefolgt von Sarah Schebesta (10 R3) und Marcel Sühring (10 R1). Herzlichen Glückwunsch an diese 
drei auch von dieser Stelle.

Sehr viel Emotionalität folgte nach der Zeugnisübergabe, als die Klassen ihren einzeln Klassenleitern dankten, kurz gehaltene, gereimte oder 
etwas länger gefasste Worte sowie sehr persönlich zugeschnittene Erinnerungsgeschenke, die die Dankbarkeit ausdrückten, Gemeinsamkeit 
und die für Tränen der Freude bei den Frauen oder zu männlich beherrschter Rührung führten. Auch die Fachlehrer wurden mit einem sym-
bolischen Dankeschön bedacht. 
Die Dankesrede des Jahrgangs hielten Kathleen Mandy Hesse und Leon Frank, die sehr aufgeregt waren, bevor sie ans Mikrofon traten, dann 
aber ihre Sache souverän gemeistert haben. Der Mensch wächst eben immer noch mit seinen Aufgaben. 

Die Unterstützung der Elternvertreter Herr Koch, Frau Zimmer, Herr Kunz, Frau Karras, Frau Rösler, Frau Latus, Frau Löser und Herr Wendt, 
half bei der Organisation von Klassenveranstaltungen genauso wie bei der Organisation optimaler schulischer Bedingungen, in denen die 
Elternvertreter kritisch und konstruktiv mitarbeiteten. Dafür bedanken wir uns im Namen aller Schüler.

Obwohl einige Schüler die Abschlussfeier schon relativ zeitig verließen, kam es nach der feierlichen Zeugnisübergabe und dem Buffet, 
das die Mitarbeiter des „Maritim“ wieder sehr augen – und gaumenfreundlich angerichtet hatten, zu einer deftigen Feier, die in ihrer Stim-
mung von dem schon zum Inventar gehörendem Lothar Müller, der die Musik auflegte, angeheizt wurde.
„Man kann uns nicht beschreiben, man muss uns erleben“ – bewahrheitete sich für die 10 R1, die bis zum Schluss gemeinsam mit der Klas-
senleiterin feierte und die Absolventen der anderen Klassen, die sich den Feierenden verbunden fühlten, in ihren Freudenverbund aufnahmen. 
Auch die anderen beiden Klassenleiter verbrachten den letzten gemeinsamen Abend mit ihren noch anwesenden Schülerinnen und Schülern. 
Die, die das „Rotstift – Milieu verlassen“ setzten den Zeitpunkt des Feierendes sehr unterschiedlich an, manche trieb der Fußball oder die 
Feier an anderem Ort schon zeitig fort. Und wahre Helden wissen ohnehin, wann sie zu gehen haben. Es war trotzdem erfreulich, dass die 
meisten sich an diesem Tag noch lange miteinander verbunden fühlten.

Die Abschlusszeitung der 10 R1, kleine Erinnerungsgeschenke der Klassenleiter an ihre Schüler und eine schöne und unterhaltsame Ab-
schlussfeier krönten den Abschied dieses Jahrgangs.
Man schob das Tschüß – Sagen hinaus, lag sich in den Armen, wurde noch den einen oder anderen Dank an lieb gewordene Personen los, 
bevor die Trennung unausweichlich wurde.

Bleibt mir noch, der guten Seele des Abends, Frau Rosenbaum, die für das organisatorische Gelingen den Hauptanteil trug und Frau Tarlatt, 
die in allen Belangen der inhaltlichen Vorbereitung eine große Stütze war, für ihre Einsatzbereitschaft herzlich „Dankeschön“ zu sagen.
AJu