"Das fliegende Klassenzimmer" - Schulfest 11.07.2013                                                                                                                                 
Petrus, der in Johnnys Stück aus Erich Kästners gleichnamigen Roman keine unwesentliche Rolle spielt, war uns wohl gesonnen, denn er 
drohte nur mit dunklen Wolken und wirbelte ein wenig unsere Stände durcheinander, pustete Stellwände und Trinkbecher um, aber im 
Wesentlichen beschenkte er uns mit Sonnenschein. Als bis 10.00 Uhr alles aufgebaut war, begann die Show auf der Bühne. Das Jugend-
blasorchester setzte den Auftakt, dann bedankte sich unsere Schulleiterin Frau Ackermann bei allen für die geleistete Arbeit im letzten 
Schuljahr, hob besondere Leistungen einzelner Schüler hervor und wünschte uns schließlich viel Freude an diesem Tag und schöne Fe-
rien. Die Musiker und Musikerinnen vom JBO legten sich ein weiteres Mal ins Zeug und sorgten so für einen schwungvollen Beginn. Wir 
wünschen ihnen eine wunderschöne Orchesterreise nach Nottingham in den Sommerferien.

Anschließend folgte eine Darbietung der Sportkünstler von Meister Chu Tan in gewohnter Perfektion. Dann wurden Auszeichnungen in 
Sport und Kunst verliehen. Schließlich sahen wir Darbietungen des Nachwuchschores der 5. Klassen und der Linedance- Gruppe. Auf-
grund des Windes gab es mitunter akustische Probleme.

Nach dem Bühnenprogramm konnten wir unseren Flug um die Welt beginnen. In den vorangegangenen Projekttagen waren in mühevoller 
Kleinarbeit wunderschöne Stände, interessante Schautafeln und Flyer entstanden, die nun, mit sehr vielen internationalen Leckereien, 
präsentiert wurden. Die 8R-Klassen hatten sich mit Deutschland beschäftigt. Warum auch in die Ferne schweifen, wenn das Gute so nah 
liegt. In Italien wurde man mit römischem Theater konfrontiert, in Griechenland mit alter Kunst, Kultur und Marmelade, in Russland gab 
es orthodoxe Kirchen und Soljanka. Die 10. Klassen arbeiteten sich in ihr künftiges Reiseziel ein, denn im Oktober geht es nach Großbri-
tannien. Etwas weiter nach Norden zog es die 7R-Klassen, sie veranstalteten Highland-Games. Mit dem jüngsten europäischen Staat, 
dem Kosovo, setzte sich intensiv die 8G3 auseinander. Dort konnte man erfahren, wie sich der Schulunterricht von unsrigem unterschei-
det und dass die Fußball-Nationalmannschaft noch nicht in die FIFA aufgenommen worden ist. 

       

           
         

Der Sprung über den „großen Teich“ wurde auch gewagt. Verschiedene Klassen beschäftigten sich mit den USA, wobei besonders das 
Traumland Kalifornien mit Hollywood und einzigartigen Stränden im Vordergrund stand. Fantastisch war der Stand der Klasse 7G3, die 
uns Indien sehr umfangreich vorstellte. Kunst und Kultur, Kleidung und Religion wurden darge
boten, inklusive indischem Tempeltanz. Lo-
tusblüten aus Aquapapier konnte man am Stand Japans herstellen. Schließlich gab es auch Länder, die auf keiner Karte zu finden sind, 
wie „Krabatland“. Dies galt es mit Frau Tempelhof und der 6G2 zu entdecken.

Obwohl diese Ausführungen unvollständig sind, ist unser Flugzeug wieder gelandet, denn nun sind die vielen weiteren Aktivitäten und 
Stände zu erwähnen, die nicht mitgeflogen sind. Ganz „bodenständig“ ist der Sport, der sich in all seinen Facetten präsentierte: Fußball, 
Basketball und Volleyball wurden in der Halle gespielt, ein Schachturnier organisierte die 5S3, ein Tischtennisturnier fand im Schulclub 
statt, Hip-Hop gab es mit Frau Koch und Herrn Blöhm und Herr Pollok informierte über Wassersportarten. Ein Boxverein, ein Eissportver-
ein und die Tauchschule stellten sich vor. Es gab Sportspiele, das Wikingerspiel, Galgenkegeln, Seilspringen, Büchsenwerfen und, und, 
und. Und nicht vergessen: Auf dem Sportplatz liefen einzelne Schüler für eine Spende zugunsten eines beim Hochwasser überschwemm-
ten Kindergartens. Diese Aktion hatte der Schülerrat organisiert.

Zusätzlich zu den internationalen Leckereien waren weitere Stände mit Ess- und Trinkbarem aufgestellt worden. So konnte man Smoo-
thies, Cookies und Sandwiches bekommen, es wurde gegrillt und Knüppelkuchen über offenem Feuer gebacken. Die Klassen 9G1 und 2 in-
formierten über gesunde Ernährung und hatten natürlich Kostproben bereitet. Schließlich gab es einen großen Kuchenbasar.

Im Theaterraum wurde „Die Erbschaft“ von Falk Reuter gespielt. In Zusammenarbeit mit der hallischen Theatergruppe „Tom Wolter und
Freunde“ und der professionellen Trainerin Juliane Blech entstand eine dramatische Darbietung auf hohem Niveau. Es war eine General-
probe zu den Aufführungen, auf die wir uns im Herbst freuen dürfen, und diese war ein voller Erfolg. Frau Klima und Herr Blöhm präsen-
tierten Schwarzlichttheater zu den Klängen der „Moldau“ zum Thema „Wasser“. Der Fluss war durch ein blaues Seil angedeutet, auf dem 
ein Schiff fuhr und in dem Fische sprangen. Ein Ballspiel war zu sehen und lustige Figuren, Vögel und Tücher, die sich rhythmisch zur 
Musik bewegten. Diese Aufführung war ebenfalls lohnenswert und sehr lustig. Im Schulclub wurde zudem noch ein selbst produzierter 
Trickfilm gezeigt.

Im Erdgeschoss des Hauses B wurde um 11.00 Uhr im Beisein der Bürgerstiftung, die Schulen und öffentliche Projekte fördert, eine Foto-
ausstellung eröffnet. Im Rahmen des Ganztagsunterrichts hat sich die Fotografie AG der 5. Klassen unter der Leitung von Frau Preuß 
und mit Hilfe des bekannten Journalisten und Kriegsfotografen Knut Mueller mit ihrer Lebenswirklichkeit in der Schule und in Halle-
Neustadt auseinandergesetzt. Im Projekt „Max macht Oper“ sind nicht nur Fotos, sondern auch Filme entstanden, so dass ein Multimedia-
Essay erstellt und gezeigt werden konnte.

Sogar Versicherungen wie die AOK waren vor Ort. Mit ihrem Rauschbrillenparcour, einem 50:50 Taxiquiz und einem Alkoholquiz warnten -
sie Schüler und Schülerinnen eindringlich vor dem Alkoholkonsum. Wem dann immer noch langweilig war, der konnte zu den Computerka-
binetten gehen, diese waren den ganzen Tag geöffnet. Bei diesem tollen Angebot und Engagement der Schüler und Schülerinnen war 
dort allerdings kaum etwas los. Insgesamt war es ein rundum gelungenes Schulfest. 

Und nun: „Hurra, wir haben es geschafft!“ Schöne Ferien!