Auf dem Rad durch den Fläming     02.09.2014                                                                                                                                                                        

Wo liegt eigentlich Dennewitz? Mit einer Sportlehrergruppe 
auf dem Rad durch den Fläming!

Sportliche Betätigung, kulturelle Weiterbildung, Entspannung in der Natur und Spaß mit netten Kollegen? Ja, das klang gut. Also 
startete ich in der letzten Ferienwoche mit den Sportlehrern um Cheforganisator Peter Pollok zur Fahrradtour in den Fläming.
Zunächst mit dem Zug nach Norden: zweimal umsteigen, dreimal Räder tragen, mindestens viermal anstoßen und dann noch 
15 km mit dem Rad zur Unterkunft in Dennewitz. Wir kamen pünktlich zum Kaffee im Wirtshaus „Zum Grafen Bülow“ an. Dennewitz 
gehört übrigens zur Gemeinde Niedergörsdorf im Süden des Landkreises Teltow-Fläming in Brandenburg. Bekannt wurde der Ort 
durch die Befreiungskriege und die Schlacht bei Dennewitz. Im Ort leben etwa 320 Einwohner, jetzt waren es 15 Lehrer mehr!
Zeit zum Entspannen blieb uns nicht: Am Abend noch einmal 20 km mit dem Rad. Es folgte ein Vortrag zur Geschichte der Liege-
räder. Die konnten wir dann gleich selbst ausprobieren - im Dunkeln und bei Nieselregen. Nur die wirklich Mutigen trauten sich an 
die richtigen Liegeräder. Das Fahren war ein unerwartet wackliger Balanceakt. 
Trotz langer abendlicher Nachbereitung des ersten Tages traf sich die Gruppe am nächsten Morgen pünktlich zum Frühstück. Mit 
einer ehemaligen Bürgermeisterin wurde die „Schlacht bei Dennewitz“ nachgespielt und heimlich gehofft, dass schlechtes Wetter 
die lange Tour durch den Fläming verhindert. Doch dann schien wieder die Sonne und es ging über Kloster „Zinna“ und gestärkt 
mit Klosterschnaps auf die große Abschlussrunde.
Mittagspause mit gebratener Leber, Rouladen, Schnitzel und verschiedenen Getränken: Die letzten 35 km sollten dann mit vollem 
Bauch und arbeitender Leber in 90 Minuten überwunden werden. Zumindest war diese Zeit notwendig, um den Zug zurück nach 
Halle zu erreichen. Pausen wurden nicht mehr gemacht. Es ging an die Grenzen von Mensch und Material. Bald waren auch alle Ge-
tränke aufgebraucht und für die missliche Situation wurde selbstbewusst die Schuldfrage diskutiert. 
Natürlich haben alle am Abend den Bahnhof in Halle wieder erreicht. Warum aber einige etwas eher im Zug saßen, die doch eigent-
lich weniger und langsamer Fahrrad gefahren waren, beschäftigte uns noch etwas länger…
U.B.