Ein Septembertag in unserer Hauptstadt                                                                                                                                          

Angekommen in Berlin mussten wir uns erst einmal einprägen, wo wir uns später treffen wollten. Der perfekte Ort dafür war das 
Paul Löbe Haus in der Nähe des Bundestagsgebäudes. Da wir noch etwas Zeit hatten durften wir uns in Gruppen in Berlin, in der 
Nähe des Brandenburger Tores, umschauen. Danach ging es zurück zum Treffpunkt, wir mussten uns natürlich für den Tag 
stärken. Bei herrlichem Ausblick auf das Regierungsviertel sind wir alle satt geworden. Auf „geheimen Wegen“ wurden wir dann in 
das Innere des Bundestages geführt(die strenge Sicherheitskontrolle hatten wir schon hinter uns), um Politikern beim Debattieren 
zuzuhören. Es ging diesmal grobgesagt um die Finanzen des Staates. Redner waren zum Beispiel Außenminister Maas(SPD) und 
Gregor Gysi(Die Linke), auch Frau Merkel war kurzzeitig zu sehen. Manche Reden waren aber für uns ganz schön schwer zu ver-
stehen. Der Tag war damit aber noch nicht vorbei: wir durften noch mal unseren „alten“ Freund Dr. Karamba Diaby sehen und 
über seinen Beruf und die Politik ausfragen. Nach einem letzten Abschiedsfoto blieb uns noch etwas Zeit, Berlin bei tollem Sommer-
wetter zu erkunden. Diese erlebnisreichen Stunden in der Großstadt beendeten wir mit einer Fahrt im bequemen IC zurück nach 
Hause.
Louis Baldewein, 9G2

Unser Tag in Berlin
Am 12.9.2018 verreiste unsere Klasse für neun Stunden nach Berlin. Schon am Vormittag kamen wir am Hauptbahnhof der Haupt-
stadt an. Für jemanden, der noch nie in Berlin war, wirkte die individuelle architektonische Vielfalt wortwörtlich überwältigend. Die 
Größe jeglicher Bauten schüchterte ein. Ehe wir unserem Plan, an einer Bundestagssitzung teilzunehmen, nachgingen, erkundeten 
wir in Grüppchen die Innenstadt Berlins. Manche sahen sich den Alexanderplatz an, das Brandenburger Tor, den Fernsehturm, an-
dere wiederum interessierten sich für den Berliner Dom oder die Berliner Mall. Und wieder-dieses unglaubliche „Individuum“ war 
kaum mit unserer trauten Heimatstadt zu vergleichen.
Dann war es endlich soweit: die Taschen und Jacken waren kontrolliert, unser Essen im Besucherrestaurant gegessen und wir 
wurden durch das Gebäude zum Ort des Geschehens geführt. Besonders hier spiegelte sich das Aussehen Berlins wider: die 
Mischung aus Futurismus, Reinheit und monotonem metallischen Glanz kam einem surreal vor. Gigantische Räume ohne Einrichtung, 
wenig Menschen, eine Art klinischer Geruch, Glas, Metall und das Gefühl von persönlicher Kleinheit-es schien so, als ob jegliche 
uns bekannte 
Regeln der Architektur bzw. der vernünftigen Relation von Mensch und Raum nicht mehr bedeutend wären.
Als wir nach einer langen Wartezeit endlich auf der Tribüne saßen und auf den Saal, den man sonst so eigentlich nur im Fernsehen 
sah, blickten, begannen die Politiker auch schon zu reden. Bekannte Gesichter wie Heiko Maas, Außenminister, oder Angela Merkel, 
Bundeskanzlerin, fielen uns auf. Mitreißende Reden zur Finanzpolitik des Staates, aber auch für uns nicht so leicht zu verstehende 
Beiträge füllten die uns gewährte Besucherstunde. Nach dem hitzigen Debattieren der Politiker besuchten wir den SPD-Abge-
ordneten aus Halle-Dr. Karamba Diaby. Interessant, ernst, aber auch mit viel Humor erzählte er über seine Arbeit im Bundestag 
und antwortete auf jede von uns gestellte Frage. Übrigens, man muss nicht nach Berlin fahren, um mit ihm zu reden- ein Spazier-
gang in die Kleine Uli oder eine Einladung in die Schule sind auch erfolgversprechend.
Unseren Ausflug beendeten wir mit einer Besichtigung der Kuppel des Bundestagsgebäudes, von der wir übrigens bei herrlichem 
Wetter einen wunderschönen Blick über Berlin hatten, und einer erneuten selbstständigen Erkundungstour durch die Großstadt.
Am Abend dieses erlebnisreichen Tages können wir unzweifelhaft behaupten, unsere Hauptstadt etwas besser zu kennen.
Derya Steinhauser, 9G2