Freundschaft ist keine Frage der Entfernung                                                                                                                                   
Deutsch-Georgischer Schüleraustausch 2018
Im Oktober 2018 war es endlich soweit. Unsere Freunde aus Georgien waren wieder bei uns in Halle zu Gast.
22.10.2018 - Montagabend warteten alle deutschen Gastfamilien, Lehrer, sowie die Schulleitung schon aufgeregt auf unsere 
Gäste aus Tblissi. Nachdem der Bus stand, die Koffer verladen und einige Freudentränen geflossen sind, ging es für alle zu 
den Familien nach Hause.
Dienstagmorgen wurden alle in der Mensa begrüßt. Unter anderem durch das Jugendblasorchester (JBO) Halle und den Mäd-
chenchor Halle Neustadt (beide zur Schule gehörend). Auch begrüßte die Schulleitung stellvertretend für die gesamte Lehrer-
schaft unsere Freunde. Überrascht wurden wir direkt vom georgischen Musiklehrer & Chorleiter, der den Chor aus georgischen 
Schülern für uns singen ließ.
Nach dieser kleinen Willkommensfeier nahmen alle deutschen Gastschüler ihre georgischen Schüler mit in den Unterricht. Sie 
lernten dort die verschiedenen Methoden des deutschen Unterrichts kennen, welche sich sehr von den georgischen unter-
scheiden.
Nach einem gemeinsamem Mittagessen in der Schule, fuhren alle zusammen in die Innenstadt von Halle. Dort konnten wir mit 
Hilfe einer App die Stadtrallye durchführen. Durch das Beantworten von Fragen kamen wir zu einigen entlegenen und vielen 
bekannten Stellen von Halle. Leider mussten wir aufgrund des Wetters diese Führung abbrechen, dennoch war dieser Tag ein 
guter Start in den Austausch und damit in 12 Tage Zusammenleben in Halle.
Am Mittwoch (24.10.) trafen sich alle Schüler schon sehr früh an der Schule. Einige wenige deutsche Schüler begleiteten zu-
sammen mit Frau Tharann und Frau Ivanov die georgischen Gäste in die Hochschule Merseburg. Dort konnten die Schüler 
Chemie zum Anfassen erleben und selber beispielsweise Seife oder Creme herstellen. Außerdem bekamen alle eine Führung 
durch das alte Chemiemuseum.
Am 25.10. gingen alle deutschen Schüler wie gewohnt in den Unterricht, während unsere Gäste bei den KSB Pumpenwerken zu 
Gast waren. Dort lernten sie mit Metallen umzugehen und konnten sich eigene kleine Traktoren bauen. Den Nachmittag gestal-
teten alle Familien in Eigenverantwortung.
Der 26.10. begann für alle in den ersten beiden Stunden mit Unterricht. Danach kochte die Hälfte der Schüler die georgische 
Spezialität Khinkali, die zusammen verspeist wurde. Danach hatten die Schüler Freizeit, welche die meisten zusammen in der 
Stadt verbrachten. Für unsere Lehrer und die Schulleitung ging es zusätzlich hoch hinaus in den Roten Turm, um diesen zu be-
sichtigen und das Carillonspiel zu genießen.
Am Samstag fuhren alle zusammen zeitig nach Dresden los. Ein Dank geht an dieser Stelle an Herrn Ringleb, welcher Stadtführer 
spielte und uns viel über Dresden erzählte sowie auch später sicher durch die Innenstadt führte.
Erster Halt war das Hygienemuseum, in dem man sich alles über die Medizin und den menschlichen Körper anschauen kann. Mit 
Neugierde stellten sich alle den Selbstversuchen. Anschließend gab es eine kurze Führung durch die Altstadt und Freizeit für uns, 
um auf eigene Faust Dresden zu erkunden.
Den 28.10. (Sonntag) konnten alle Familien selbstständig gestalten. Die Meisten legten erst einmal Wert aufs Ausschlafen, da 
die vergangenen Erlebnisse auch sehr aufregend und anstrengend waren. Einige fuhren nach Wittenberg, in den Harz oder 
nach Leipzig. Andere wiederum blieben in Halle, zum Beispiel zum Bowling oder Paintball-Spiel.
Am Montag wurden alle Schüler des Austauschprogramms durch die Theatergruppe in der Schule begrüßt. Die AG unserer 
Schule führte für uns den „Zauberlehrling“ von Goethe hervorragend auf.
Anschließend ging wieder eine Hälfte in die Küche, diesmal zum deutschen Kochen. Nachdem alles verzehrt war und unsere 
Gastschüler sich zurückgezogen hatten um zu proben, gingen die Gastgeber ins Boulderkombinat. Dort hatten wir die Möglich-
keit einige Teamspiele zu bestreiten und anschließend unsere Kraft beim Klettern unter Beweis zu stellen. Doch auch nach dem 
Klettern war der Tag für uns noch nicht zu Ende, denn unsere Gäste hatten ein Konzert vorbereitet, welches wir uns nun in der 
Petruskirche in
Kröllwitz anhören konnten. Wir lauschten einigen Klavierstücken, dem Chorgesang und auch einigen Solisten. Min-
destens genauso beeindruckend wie das Programm, waren auch die traditionellen Trachten, welche die Schüler und Lehrer 
trugen.
Den 30.10. verbrachten die Gastschüler in der Martin Luther Universität Halle. Begleitet von ein paar älteren deutschen Schülern 
konnten sie in verschiedenen Vorlesungen ihre Kenntnisse erweitern und mal einen Tag als Student verbringen.
Den Mittwoch (31.10.) verbrachten wir im Harz. Unser erster Halt war dabei die Welterbestadt Quedlinburg, wo wir durch die 
Stadtführung die Möglichkeit bekamen, unser historisches Wissen aufzufrischen. Auch hier hatten wir die Chance, die Künste der 
georgischen Schüler erneut zu bestaunen. Nach ihrem Auftritt in der Blasiikirche ging es weiter nach Thale zum Hexentanzplatz. 
Wir drehten zwei Runden auf der Sommerrodelbahn und machten danach den Hexentanzplatz unsicher. Abends ging es dann er-
schöpft zurück nach Hause. Vielen Dank an Herrn Bastian der uns an diesem Tag begleitete.
1.11. - Vorletzter Tag. Das PASCH Mobil kam zu uns an die Schule. Wir hatten die Möglichkeit unser Austauschprogramm vorzu-
stellen. Dies taten wir mit Bildern, Gesang und ein paar Gesprächsrunden, auch natürlich mit der tatkräftigen Unterstützung un-
serer Lehrer und speziell auch von Frau Ackermann. Nachdem auch dieser Teil vorbei war, nahmen alle Schüler ihre Gastkinder 
ein letztes Mal mit in den Unterricht. Wir trennten uns zur Mittagspause, damit unsere Gäste noch ein mal proben konnten, denn 
heute war es endlich soweit. Der georgische Abschlussabend für alle Gastfamilien und die deutschen Lehrer stand vor der Tür. 
Während die Aufregung immer mehr anstieg, bereiteten sich nun auch der Mädchenchor, das Jugendblasorchester, Herr Wolff 
mit seiner Band und eine Turngruppe aus Schülern auf ihren Teil des Programms vor. Und dann war es endlich soweit. Der Ab-
schlussabend begann mit dem deutschen Teil, daraufhin folgte eine kleine Pause und dann wurden wir Zeugen eines unvergess-
lichen Abschlusses. Unsere Gastschüler präsentierten erneut all ihr Können. Es traten verschiedene Solisten, Pianisten und 
Tänzer auf. Das Programm wechselte von einem Höhepunkt zum nächsten. Umso trauriger war es als dieser Abend sich zum 
Ende neigte. Sowohl Frau Ackermann als auch Frau Tsotsoria und die georgische Direktorin Frau Giorgadze hielten Reden in 
denen auch dem Letzten bewusst wurde, wie sehr dieser Austausch allen am Herzen liegt und das es ein großer Verlust wäre, 
wenn dieser Austausch zwischen Halle und Tblissi nicht mehr stattfinden könnte.
Den letzten Tag in Halle konnten noch einmal alle Gastfamilien selbst planen und zusammen genießen.
Am Samstag (3.11.) hieß es dann Abschied nehmen. Unter vielen Tränen wurde uns bewusst, dass diese zwei fantastischen 
Wochen nun zu Ende sind. Irgendwann konnten wir es nicht länger aufschieben und der Bus in Richtung Berlin fuhr davon und 
mit ihm unsere Gäste, welche nach dieser wundervollen Zeit ein Teil unserer Familien wurden.
Nun ist es an der Zeit Danke zusagen. Wir bedanken uns ganz herzlich bei Pasch und beim Bildungsministerium, sowie bei allen 
Partnern unserer Schule welche uns unterstützt haben. Auch möchten wir uns bei allen Lehrern für ihr Verständnis und ihre 
Hilfe bedanken. Der größte Dank geht natürlich an Frau Ivanov, Frau Tharann, Frau Ackermann, Frau Giorgadze und Frau 
Tsotsoria die diesen Austausch ermöglicht und organisiert haben. Aber das schafft natürlich niemand ohne die Schüler und 
Gastfamilien welche
die Kinder so herzlich aufgenommen haben und hinter diesem Programm standen.
Wir denken wir sprechen für alle die Teil dieses Austauschprogramms waren. Bitte sorgen sie dafür, dass dieser Austausch noch 
lange durchgeführt werden kann, er liegt uns wirklich sehr am Herzen. Jetzt freuen wir uns auf den Oktober 2019 in dem wir 
deutschen Schüler nach Tblissi fliegen dürfen. 

Wir? Wir sind Michelle Pohl und Anne Pasemann und natürlich alle Teilnehmer des Austauschs 2018.
Halle, 14.Januar 2017