Wie lebten die Indianer wirklich?                                                                                                                                                                                

Winnetou und Old Shatterhand reiten durch die Prärie. Winnetou trägt einen farbenprächtigen Federschmuck, der sein langes schwarzes 
Haar noch verschönert. Am Abend sitzen die Indianer um das Lagerfeuer herum und rauchen die Friedenspfeife.
Dieses Bild vermitteln uns Filme und Bücher über das Leben der Ureinwohner Nordamerikas. Doch meist sind diese Werke Produkte der Fan-
tasie. So hat Karl May nie einen Indianer gesehen.
Wir hatten jedoch das Glück, am 26. März Kerstin Gröper kennenzulernen. Die Autorin weiß genau, worüber sie schreibt, da sie einen Teil 
ihres Lebens in Kanada verbringen durfte. Dort entdeckte sie ihre große Liebe zur Geschichte und Kultur der nordamerikanischen Urein-
wohner und erlernte sogar die Sprache der Lakota-Indianer. Noch heute steht Frau Gröper in engem Kontakt zu ihren indianischen Freun-
den und empfängt sie immer gern in ihrem Haus in der Nähe von München.
In einer sehr kurzweiligen Unterrichtsstunde brachte uns Frau Gröper das Leben der Indianer näher. Nachdem wir unser unter anderem in 
der Schule erlerntes Wissen zusammengetragen hatten, berichtete sie uns über den schweren Kampf der Ureinwohner zu der Zeit, als euro-
päische Siedler das Land besetzten. So überlebten von den mehreren Millionen Indianern nur einige Hundertausende diese Epoche und auch 
heute ist ihr Leben nicht immer leicht.

                                             

Im Anschluss daran führte uns Frau Gröper in das Geheimnis der Lakota-Sprache ein. Das hörte sich ganz schön kompliziert an. In dieser 
Sprache werden nicht nur Endungen angehängt, um zu deklinieren oder zu konjugieren, sondern auch Silben dazwischengeschoben. Im Ver-
gleich zur Sprache der Lakota scheint das Erlernen der englischen Sprache ein Kinderspiel zu sein.
Nachdem Frau Gröper uns noch einige Anekdoten aus ihrem Leben erzählt hatte, las sie uns ein paar Auszüge aus einem ihrer letzten Bücher 
vor mit dem Titel „Indianisch für Anfänger: Ein Au-Pair-Mädchen auf Pine Ridge“. Dieses Buch handelt von einem Mädchen, das nach bestan-
denem Abitur nach Amerika aufbricht und dort als Au-Pair nicht nur in einer Familie arbeiten und deren Kinder betreuen möchte, sondern auch 
plant, die Großstädte mit ihren Shopping Malls zu erobern. Doch dann kommt alles anders, als sie es sich vorgestellt hat. Aber davon könnt 
ihr ja selbst lesen.
So verging unsere Unterrichtsstunde wie im Fluge. Wir sollten auch nicht vergessen zu erwähnen, dass Frau Gröper Englisch mit uns sprach. 
Und vor allem: Wir haben sie gut verstanden.

Schüler der Klassen 8R1 und 8G1