Ein Ausflug nach Europa                                                                                                                                                                                                    

Wer weiß eigentlich alles über Europa? Bestimmt nicht viele. Wir, die Sozikurse von Frau Alsleben und Herrn Rische hatten im Mai die Möglichkeit, 
mehr über Europa und die damals bevorstehenden Europawahlen zu erfahren. Dies bei einer Veranstaltung der Konrad-Adenauer-Stiftung, Bildungs-
werk Sachsen-Anhalt, die uns den Berliner Holger Doetsch als Referenten in die Schule geschickt hatte.

Holger Doetsch gab uns einen tiefen Einblick in die Materie und ließ uns teilhaben an Diskussionen und Gruppenarbeiten u. a. zum Thema 
"Populismus und Sprache". Dabei plauderte er ab und zu auch kleine "Geheimnisse" aus, zum Beispiel, dass er sich in den sozialen Netzwerken wie 
Facebook oder Snapchat mit Populisten, egal ob links oder rechts, gerne mal angelegen würde. Den AfD-Fraktionsvorsitzenden im Deutschen Bun-
destag, Alexander Gauland, hat er sogar mal bei der Polizei angezeigt, weil dieser in einer Rede die Nazi-Zeit von 1933 bis 1945 als "Vogelschiss" 
abgewertet hatte.

Im Bundestag kennt Holger Doetsch sich aus, er ist dort seit über 21 Jahren Referent und schrieb und schreibt Reden für Bundestagsabgeordnete. 
Bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, die diese Veranstaltung hervorragend vorbereitet hat, ist er seit 1991 schon freier Dozent. Außerdem ist er 
Lehrer an verschiedenen Hochschulen unter anderem in München, Berlin, Hamburg. Sein Hobby ist unter anderem das Aufdecken von "Fake News" 
bei Veranstaltungen der AfD oder in den Medien.

Nach der kleinen Vorstellung nun aber zum Inhalt des Kurses. Das EU-Bündnis besteht aus 28 Ländern. Angefangen hat alles mit 4 Ländern. Eine 
Steigerung war zu spüren denn es wurden 7, danach 17 und jetzt sind es noch 28 Länder. Durch den Brexit werden es wieder 27 könnten aber 
bald 32 Länder werden. Das Europäische Parlament sitzt in Straßburg.
Um die EU zu verstehen, stellt euch vor ihr müsst ein großes Musikprojekt bewerkstelligen und seid allein. Das ist ein schwieriges Unterfangen für 
einen alleine. Holt ihr euch Freunde zu Hilfe, lässt sich dieses einfacher verwirklichen. Genauso macht es die EU. Die 28 Länder ziehen an einem 
Strang mit den gleichen Interessen. Es werden besondere Regeln und Rechte erstellt die für alle Mitgliedstaaten gelten. Um so viele Menschen und 
Länder unter einen Hut zu bekommen, gibt es Einrichtungen für die Ländergemeinschaften.
Die Europäische Kommission hat ihren Sitz in Brüssel und die Flagge trägt die Farben Blau/Gelb. Dort werden Regeln erarbeitet und Gesetze vorge-
schlagen über die dann das Parlament und der Rat eine Entscheidung treffen müssen. Die EU Kommission vertritt die Interessen der EU als Ganzes 
und achtet auf die Einhaltung der Regeln. Wie oben schon angesprochen besteht das EU Parlament aus 751 gewählten Frauen und Männern, die für 
das Beschließen von neuen Gesetzen und das Treffen wichtiger Entscheidungen zuständig sind. Diese sollen den Bürgern der EU ein angenehmeres 
Leben bescheren. Es ist aber fraglich, ob das auch wirklich so ist. Der EU Rat besteht aus den Ministern aller Mitgliedsstaaten. Sie bestimmen mit 
dem Parlament wie viel Geld die EU ausgeben darf, ähnlich wie Eltern uns das Taschengeld geben. Für das Abschließen von Verträgen mit Nicht- EU 
Ländern oder internationalen Organisationen ist der Rat ebenfalls zuständig.
Also werden bei der Europawahl neue Kandidaten aufgestellt die von allen Ü18 gewählt werden dürfen um frischen Wind und neue Ideen ins Parla-
ment zu bringen. 

Unser Referent Holger Doetsch äußerte nicht nur Lobeshymnen auf die Europäische Union sondern benannte auch Kritikpunkte. Zum Beispiel würden 
Länder in der EU, etwa Polen, Ungarn oder die Tschechei eine "unselige" Flüchtlingspolitik betreiben, indem sie nicht genügend Flüchtlinge aufnehmen 
und/oder sie nicht menschlich behandeln. Dies "atmet nicht den Geist der EU als Wertegemeinschaft" sagte er uns. Er stellte uns dann Fragen:

1. Was will ich als junger Mensch von Europa?
2. Was bedeutet mir Europa?

Diese Fragen haben wir in Arbeitsgruppen beantwortet und untereinander abgeglichen.

Unser Vorschlag: Macht euch doch einfach mal selber Gedanken zu diesen Fragen und entscheidet dann, wen ihr heute oder morgen ins Europäische 
Parlament wählen würdet. Noch ist ja Zeit dafür ...

Wir danken Frau Adam und unseren Lehrern, Frau Alsleben und Herrn Rische, sowie der Konrad-Adenauer-Stiftung Sachsen-Anhalt (die Leiterin 
Alexandra Mehnert und Frau Gutsche), dass diese Schulstunden zustande kommen konnten. Wir haben wirklich viel gelernt. Und wir danken dem 
Referenten Holger Doetsch, es war spitze!

Sarah Pauli