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Chronik ... 

2008

Das Abenteuer geht weiter oder „Humboldt und der Lone Star State“!      

3. Oktober 5 Uhr

Eine Gruppe von 15 Schüler und 2 Lehrern der KGS „ Humboldt „ saßen am Flughafen Berlin-Tegel und warteten auf den Flug nach Amsterdam. Von
dort aus hieß es go west Richtung Texas. Gegen 14 Uhr Ortszeit landeten wir auf dem JFK Flughafen Dallas-Fort Worth, dem größten in den USA.
Bei der Einreise machten wir gleich Bekanntschaft mit der Gründlichkeit der Homeland Security-Mitarbeiter aber nach einer Stunde ausführlichen 
Fragens konnten uns unsere Gastfamilien in Empfang nehmen. Für viele war es ein herzliches Wiedersehen 4 Monate nach dem Besuch der Texa-
ner an unserer Schule. Für fast alle Schüler war es der erste Aufenthalt in den USA und die Spannung war enorm.

5. Oktober 15 Uhr
Eine Welcome Party bei 28 Grad Celsius am Pool und das im Oktober. Keine Spur vom Heimweh. Wir lernten alle Gasteltern beim Barbecue kennen 
und konnten nun ahnen, was uns kulinarisch noch 2 Wochen erwarten würde... Burger, Tex-Mex und Dr. Pepper.

6.10. -10.10.2008
Wir machten die ersten Erfahrungen an der iSchoolHigh in Lewisville...40 Schüler, 6 Lehrer, ein klimatisiertes, neues Schulgebäude, das eher den Flair 
eines Freizeitclubs hatte. Die Schule wurde erst im Sommer 2008 gegründet und ist eine sogenannte „charter-school“. Es gab kein Klassensystem, 
wie wir es kennen, sondern die Schüler wurden in allen Fächern gemeinsam unterrichtet (Klassenstufen 9-12). So gab es einen Deutschkurs, einen 
Geschichtskurs, einen Musikkurs u.s.w. Sehr interessant war der Deutschunterricht, in den wir fest eingebunden wurden. In den anderen Stunden 
schrieben die Schüler Hospitationsprotokolle, über die wir in den Pausen regen Erfahrungsaustausch führten. Besonders ist aufgefallen, dass man 
keine Lehrerbücher hatte, aber jeder amerik. Schüler seinen Laptop benutzte und darauf seine Aufzeichnungen machte. Bei 8-10 Schülern pro Kurs 
gab es keine Probleme mit der Disziplin und wir hatten den Eindruck, dass alle Schüler und Lehrer relaxt das Schulgebäude gegen 15.20 Uhr verließen.
Neben 2 weiteren Schulbesuchen an großen Highschools mit über 3000 Schülern gab es für uns ein tolles Freizeitprogramm. Einer der Höhepunkte war
 der Besuch eines Basketballspiels der Dallas Mavericks mit Dirk Nowitzki. Für 25 Dollar ein Nowitzki-T-Shirt mit der „4“ gekauft und bei jedem Freiwurf 
für die Mavericks gejubelt – das war schon ein Erlebnis. Was wäre ein Besuch in Texas, ohne nicht etwas über John F. Kennedy gehört und gelesen zu 
haben. Im Sixth Floor Museum in Dallas bekamen wir eine deutschsprachige Führung zum Leben und zu den Umständen der Ermordung von JFK. Eine 
ehemalige Schulbibliothek ist der Schauplatz des Attentates und mit viel Bildmaterial wurde versucht, die letzten Tage von Kennedy genau nachzustellen. 
Es ist ein sehr emotionaler Ort, der auch heute noch viele Menschen zum Nachdenken anregt.
17 Tage vergingen sehr schnell. Es entstanden viele Freundschaften und die Schüler hatten ihre Hostparents richtig ins Herz geschlossen. Abends trafen 
sich Deutsche und Amerikaner, um das texanische Nachtleben zu erkunden. Dazu zählten das Billy Bob’s, der größte Western-Saloon der Welt, und das 
Hooters, ein beliebter Club bei den Jugendlichen. Natürlich wurde auch das traumhafte Wetter zum Relaxen und Baden genutzt.
Ein letzter gemeinsamer Höhepunkt war das High Open House, ein Tag der offenen Tür, an dem die Amerikaner ihre Schule vorstellten. Die Schüler des 
Jugendblasorchesters unter Leitung von Enrico Rummel spielten auch ein paar Stücke aus ihrem Reportoire.

18.10.2008 10.30 Uhr
Time To Say Goodbye. Ein letztes gemeinsames Frühstück mit allen Hostfamilies und Schülern bevor wir unsere Heimreise nach Deutschland antreten 
mussten. Es flossen viele Abschiedstränen. Mit vollgepackten Koffern, einer Vielzahl von Eindrücken starteten wir pünktlich Richtung Deutschland. 
Während des 9-stündigen Nachtfluges konnte keiner richtig schlafen, zu intensiv waren die Emotionen der vergangenen Tage.

19.10. 2008 14 Uhr
We are back home. Ein Bus holte uns vom Flughafen in Berlin ab und die Eltern nahmen ihre Kinder in Halle wieder glücklich in Empfang. Man hatte 
sich viel zu erzählen, obwohl wir alle übermüdet waren.

Es war ein toller Schüleraustausch, den die Schüler nie vergessen werden. Sie haben viel kennengelernt, sich mit anderen Lebensweisen auseinander-
gesetzt und dabei auch Erfahrungen für ihr Leben gesammelt. Für die meisten Schüler stand fest, dass es nicht ihr letzter Besuch war und eine Schülerin
 fasste auch den Entschluss, nach der Schulzeit ein Jahr als Au-pair-Mädchen in die USA zu gehen.
Die Planung für den nächsten Austausch im Jahr 2010 startet in diesem Sommer und natürlich stehen wir in regelmäßigem E-Mail Kontakt mit der ameri-
kanischen Schule, also heißt es für uns SEE YOU SOON!

Andrea Mahlich
GAPP- Koordinatorin
KGS „Humboldt“