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Chronik ...

2008

PROJEKT IN DER VOLKSSOLIDARITÄT


Generationskonflikte müssen nicht sein Projekt der Kurse „Wirtschaftslehre“ und „Psychologie“ zum Wirken
der Volkssolidarität

17.12.2008 – Die Teilnehmer am Projekt „Volkssolidarität und Schule“ sind aufgeregt, ist es doch der Tag, an dem sie ihre
Projektergebnisse präsentieren sollten, Ergebnisse, die sie im unterrichtsbegleitenden Projekt  der Kurse „Wirtschaftslehre“ und
„Psychologie“ zusammengetragen hatten. Die Idee wurde im Sommer geboren, weil in einer Unterhaltung mit Beate Bechmann, der
Geschäftsführerin des Kreisverbandes der Volkssolidarität Halle – Saalekreis, deutlich wurde, dass es doch mal ganz interessant
wäre, junge Menschen mit dem Konzept vertraut zu machen, das die Volkssolidarität bundesweit verfolgte. Zunächst sollte dies in
einem Vortrag der engagierten Powerfrau vor Schülern der Klasse 11 geschehen.

Schon bald wurde uns klar, dass es eine Menge Fragen gab, die man in den Unterrichtskursen untersuchen konnte und die die Theorie
des Unterrichts einfach praktischer machten. Wir wurden in die Begegnungsstätte eingeladen, Gespräche mit Bewohnern der
Hans – Sachs – Str. 5 wurden organisiert, die Besichtigung von Pflegestätten wurde uns ermöglicht. Als wir zwei Stunden später wieder
beieinander saßen, uns austauschten, was wir erfahren hatten, war das Feedback unerwartet positiv überrascht bis zur Bewunderung
des Engagements der Betreuer und Pfleger.

Hier wollten wir mehr erfahren, wollten uns mit der Problematik befassen, Untersuchungen vornehmen, recherchieren – ein
Projektkonzept war geboren. Der Wirtschaftslehrekurs beschäftigte sich hauptsächlich mit Strukturen, Finanzierungen,
Wirtschaftlichkeit und der Psychologiekurs untersuchte der Bekanntheitsgrad der Volkssolidarität und die Erwartungen verschiedener
Altersgruppen an deren Leistungen. Eine Befragung, die auch auf dem Weihnachtsmark stattfand oder aber Menschen des Umkreises
betraf, konnte herausgefunden werden, dass Volkssolidarität durchaus bekannter gemacht werden muss und das junge Menschen
(15 bis 40 Jahre) sich durchaus vorstellen könnten, ein Ehrenamt zu übernehmen. Die wirtschaftliche Untersuchung ergab, dass in der
Mitgliederwerbung mehr Aktivität entwickelt werden muss, damit die Finanzen aufgebessert werden oder aber andere Formen des
Sponsorings aktiviert werden können. 

Ein kleines Geschenk machten die Schüler der begeisterten Frau Bechmann noch. Es wurde nämlich ein Flyer von den
Wirtschaftlehreschülern entworfen, der die Werbewirksamkeit unterstützen könnte. Die Begeisterung der Zuhörer, Vertreter des Bundes –
und Landesverbandes der Volkssolidarität, aber auch unserer Schulleiterin, Frau Ackermann, und der Oberstufenkoordinatorin, Frau
Fahnert, war der Lohn für die umfangreiche Arbeit, die weit über den Unterricht hinaus führte. Frau Bechmann bedankte sich auf ihre
sehr herzliche Weise für die neuen Erkenntnisse und stellte uns einen Nachmittag in aller Gemütlichkeit auf Kosten der Volkssolidarität
in Aussicht.

Und wieder einmal wurde deutlich, dass sich über Dinge, die man kennt, ganz anders urteilen lässt und dass es durchaus
reizvoll sein kann, völlig neue Wege zu gehen. Besonders stolz sind wir aber darauf, dass dieses Projekt bundesweit als einzigartig gilt und
damit auch wieder das soziale Konzept unserer Gesamtschule sich in sozialem Engagement äußert.Vielleicht sind das die ersten Ansatzpunkte,
um weiter zu arbeiten und die erworbenen Erkenntnisse zu analysieren.

Wenn daraus dann Weiterentwicklungen entstehen, die die Volkssolidarität in der breiten Palette ihres Wirkens lebendiger machen und dem einzelnen
Bürger näher bringen, dann müssen wir uns um das Altwerden nicht sorgen, denn Dank dieses Konzeptes der Volkssolidarität kann man im Alter
selbständig sein, kann allein wohnen, muss aber keinesfalls sich allein fühlen. Aber wir müssen uns auch nicht sorgen, wenn wir berufstätig  sind
und Kinder zu betreuen haben, denn auch hier greift Volkssolidarität, um nur noch ein weiteres Beispiel zu nennen. Freuen wir uns, weil wir etwas
erreicht  haben und denken wir an den guten alten Aphorismus: „Das Ich eines Menschen  zeigt sich in dem, was er schafft“ von Natalia Saz.